Eisprungrechner: 3 Methoden zur Bestimmung des Eisprungs

Schwanger werden ist doch eigentlich ganz einfach, aber manchmal halt auch nicht. Man kann sich auf sein Glück verlassen und hoffen, dass es irgendwann schon mit dem ersehnten Kinderwunsch klappen wird, oder man versucht, mittels verschiedener Methoden, auf natürlichem Weg ein kleinwenig nachzuhelfen. Wichtig ist, sich nicht selber verrückt zu machen, wenn es nicht auf Anhieb funktionieren will. Denn wenn man sich selbst zu sehr unter Druck setzt, leidet die Psyche und der Eisprung kann sogar ganz ausbleiben. 

Der Zeitpunkt des Eisprungs

errechne deinen Eisprung um schwanger zu werdenNicht in jedem Menstruationszyklus findet zwingend ein Eisprung statt. Die Gebärmutterschleimhaut baut sich auf und wird mit der Regelblutung wieder ausgeschieden, unabhängig davon, ob überhaupt eine Ovulation stattgefunden hat. Auch die Aussage, dass ein Menstruationszyklus immer 28 Tage andauert und der Eisprung dabei stets am 14. Tag stattfindet, ist schlichtweg falsch. Das sind lediglich Durchschnittszahlen, die nicht auf jede Frau bzw. jeden Zyklus zutreffen. Normalerweise kann ein Zyklus zwischen 21 und 36 Tagen variieren und selbst davon kann es Abweichungen geben, denn nicht jeder Zyklus ist bei jeder Frau immer gleich. Dadurch ist es aber auch relativ schwierig, die fruchtbaren Tage und damit den tatsächlichen Eisprung zu berechnen. Eine Garantie auf den erfüllten Kinderwunsch gibt es bei keiner der hier erwähnten Methoden. Sie können nur dabei helfen, den wahrscheinlichsten Zeitpunkt für die fruchtbaren Tage festzustellen. 

Die Kalender-Methode

Sie ist die einfachste und deshalb auch am häufigsten verwendete Methode um den Eisprung zu bestimmen. Die Ovulation wird hierbei anhand der wahrscheinlichen Zyklusdauer berechnet. Zunächst wird der weibliche Zyklus in zwei Phasen unterteilt. Die erste Phase ist das Zeitfenster zwischen dem ersten Tag der Menstruation bis zum möglichen nächsten Eisprung. Die zweite Phase dauert bei den meisten Frauen hypothetisch genau 14 Tage. Sie beginnt direkt nach dem Eisprung und endet am Tag vor der nächsten Menstruation. 

Hat man nun mehrere Zyklen in regelmäßigen Abständen notiert, lässt sich der nächste Eisprung relativ genau errechnen: Bei einem Zyklus von 31 Tagen z.B. wäre der Eisprung somit höchstwahrscheinlich am 17. Tag. Hierbei gilt es jedoch zu bedenken: Der Eisprung kann auch bei regelmäßigen Zyklen an verschiedenen Tagen stattfinden, da die zweite Phase zwischen 12 und 16 Tagen variieren kann, und eine Eizelle ist nach dem Eisprung nur für ca. 24 Stunden lang fruchtbar. 

Die Temperatur-Methode

Bei den meisten Frauen erhöht sich in der zweiten Zyklus-Phase die Körpertemperatur um ein paar Zehntel, sodass dem Kinderwunsch fast nichts mehr im Wege steht. Die sogenannte Basaltemperatur-Methode macht sich dies zunutze, indem man dafür kontinuierlich jeden Morgen nach dem Aufstehen eine Messung vornimmt. Um ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen, sollte man immer mit dem gleichen Thermometer, zur selben Zeit und an der gleichen Körperstelle messen. Die Werte kann man dann in einem Kurvenblatt zusammentragen und nach mehreren Zyklen feststellen, wann die Temperaturerhöhung zumeist anfängt. 

Da die Erhöhung der Temperatur erst nach den fruchtbaren Tagen eintritt - also ein bis zwei Tage nach dem Eisprung - muss man nun nur noch 2 Tage zurück rechnen, um den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Diese Methode erfordert viel Disziplin und einen möglichst stabilen Zyklus. Zu beachten ist außerdem, dass es verschiedene andere Ursachen für eine Erhöhung der Körpertemperatur geben kann, wie beispielsweise Fieber, Kopfschmerzen, Schlafmangel oder auch Alkoholkonsum.

Die Zervix-Schleim-Methode

Die auch als Billings-Methode bekannte Variante der Eisprungbestimmung, wurde nach dem australischen Ärzte-Paar Evelyn & John Billings benannt, die Mitte der 1960er Jahre herausfanden, dass sich die Konsistenz des Zervix-Schleims am Gebärmutterhals während der verschiedenen Zyklusphasen einer Frau erkennbar verändert. Direkt nach der Regelblutung findet nur wenig bis gar keine Absonderung statt. Im weiteren Verlauf nimmt der Schleimfluss dann wieder zu. Während der Schleim zunächst weißlich-gelb und klebrig ist, wird er zum Zeitpunkt des Eisprungs fast klar und flüssig und lässt sich in Fäden ziehen. Diese Methode ist dann aber wohl doch eher etwas für Profis, die wissen, wie der Schleim in seinen unterschiedlichen Phasen zu deuten ist.

Allerdings kann diese Methode - im Zusammenspiel mit den anderen beiden - die Anzeichen für einen erfolgten Eisprung deutlich erhöhen.

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