Schnell schwanger werden - aber wie?

Paare, die sich für ein gemeinsames Kind entscheiden, möchten in der Regel möglichst schnell schwanger werden. Für einige Paare geht der Babywunsch innerhalb von wenigen Monaten in Erfüllung, während das Schwanger-Werden für so manche andere Paare zu einer richtigen Geduldsprobe wird.
Einfach entspannen lautet meist die Devise! Aber wenn sich die Fehlversuche häufen, wird die Enttäuschung dann doch so groß, dass Mann und Frau die Freude an der Sache vergeht. Oft hat es aber nichts mit Unfruchtbarkeit zu tun, wenn eine Frau nicht (gleich) schwanger wird. Da gibt es einige „Schwanger Werden Tipps“, die dazu verhelfen, die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. 


Die Signale des Körpers wahrnehmen


Fröhliches Mädchen fasst Ihren Bauch anMittelschmerzen, Brustspannen, weicher Muttermund, Lust auf Sex – der Eisprung kann, muss aber nicht, sich in unterschiedlichen Formen bemerkbar machen. Bei den sogenannten Mittelschmerzen handelt es sich um Unterleibsschmerzen, die mal links, mal rechts und in unterschiedlicher Intensität auftreten können. Bisher konnten die Gründe für die Schmerzen, welche sogar bis in die Beine oder in den Rücken ausstrahlen können, noch nicht bestätigt werden. Es wird u. a. vermutet, dass das Platzen von Follikeln eine Reizung im Bauchraum auslöst. Unabhängig von den Mittelschmerzen werden nicht selten Spannungen in den Brüsten wahrgenommen, die von manchen Frauen sogar als unangenehm oder schmerzhaft empfunden werden. Meistens fühlen sich die Brüste in der fruchtbaren Phase aber einfach nur praller an.

Außerdem erreicht die Ausschüttung von Sexualhormonen in dieser Phase ihren Höhepunkt, sodass die Frau um den Zeitpunkt des Eisprungs herum viel mehr Lust auf Sex hat als sonst. Um einen Eisprung festzustellen, gibt es noch die Möglichkeit, den Muttermund vaginal abzutasten. Wer geübt ist, wird spüren, dass dieser in der fruchtbaren Phase weicher ist als sonst. Frauen, die solche Signale des Körpers noch nicht kennt, sollte in Zukunft mehr „aufhorchen“. Natürlich kommt es auch vor, dass der Eisprung einfach unbemerkt vonstattengeht. Dann kann die Frau den Eisprung schlichtweg nicht spüren, dafür können Hilfsmittel wie Eisprungkalender und Ovulationstest herangezogen werden, um die fruchtbaren Tage zu ermitteln.


Hilfsmittel zum Ermitteln des Eisprungs


Möchte eine Frau schnell schwanger werden, muss sie zunächst wissen, an welchen Tagen sie fruchtbar ist. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, um das Zeitfenster für einen möglichen Eisprung einzugrenzen. Das Führen eines Eisprungkalenders ist wohl die einfachste Methode, um den ungefähren Zeitpunkt des Eisprungs zu errechnen. Indem der Zyklus festgehalten und beobachtet wird, werden nicht nur die Zykluslänge, sondern auch die fruchtbaren sowie die unfruchtbaren Tage ersichtlich. Dann gibt es da noch den Ovulationstest, welcher von vielen Frauen verwendet wird, die schnell schwanger werden wollen.

Mit diesem kann im Urin nachgewiesen werden, ob das eisprungstimulierende Hormon LH angestiegen ist. Dieser funktioniert im Hinblick auf die Handhabung genauso wie ein Schwangerschaftstest und soll auch direkt nach dem Aufstehen durchgeführt werden, da der LH-Spiegel frühmorgens am höchsten ist. Ein positiver Ovulationstest bedeutet, dass der Eisprung innerhalb der nächsten 24 bis 36 Stunden stattfinden würde.
Aber Achtung: Ein Anstieg des LH-Hormons ist keine sichere Garantie für einen Eisprung! Eine weitere gängige Methode, um die fruchtbaren Tage zu ermitteln, ist die Messung der Basaltemperatur mithilfe eines Thermometers. Unter „Basaltemperatur“ versteht man die Körpertemperatur, welche gleich nach dem Aufwachen gemessen wird.

Da die Körpertemperatur erst nach dem Eisprung ansteigt (um bis zu 0,6 Grad Celcius), eignet sich diese Methode mehr zur langfristigen Überwachung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage als zur Feststellung des Eisprungs. Konkret heißt es: Sobald ein Anstieg der Basaltemperatur festgestellt wird, hat der Eisprung bereits stattgefunden. Das Paar müsste spätestens in den nächsten 12 bis 18 Stunden Sex haben, damit es zur Befruchtung kommen kann. Bei einem „akuten“ Babywunsch empfiehlt es sich, mehr als nur eine Methode anzuwenden.


Das A und O für die Fruchtbarkeit: eine gesunde Lebensweise


Ausgewogene Ernährung und ausreichender Schlaf sind unabdingbar für die Fruchtbarkeit. Da der Eisprung vom Tageslicht angeregt wird, ist ein geregelter Tag und Nacht-Zyklus enorm wichtig, um schwanger zu werden. Bei Dunkelheit produziert unser Körper hingegen das Hormon Melatonin, welches als das Müdemacher-Hormon gilt. Und dieses hemmt wiederum die Ausschüttung des eisprungstimulierenden Hormons LH. Wer also den Tag zur Nacht macht, macht sich die Chance auf eine Befruchtung zunichte und muss bis zum nächsten Monat bzw. Zyklus warten. 
Ein fruchtbarer Körper benötigt außerdem ausreichend Vitamine und Nährstoffe. Ausgewogen sollte die Ernährung also sein, damit der Körper alle Funktionen erfüllen kann, und dazu gehört auch die Regulation des Zyklus.

Wusstet Ihr zum Beispiel, dass ein Vitamin E-Mangel nicht selten Grund dafür ist, dass sich ein befruchtetes Ei nicht in der Gebärmutter einnisten kann? Und spätestens dann, wenn sich die ersten Schwangerschaftsanzeichen bemerkbar machen, ist ein großes Depot an Folsäure, Eisen und Jod notwendig. Es ist jedoch besser, wenn Ihr Euch bereits vor der Schwangerschaft gesund und ausgewogen ernährt. So bekommt der Fötus von Anfang an alle Nährstoffe, die er für seine Entwicklung braucht. Eine gesunde Ernährungsweise ist nur für die Fruchtbarkeit der Frau wichtig, sondern auch für die des Mannes. Denn ein Mangel an den Vitaminen C, E und B12 kann dazu beitragen, dass die Bildung gesunder Spermien gestört wird. 

Stressfrei schnell schwanger werden


Eine gesunde Lebensweise bedeutet auch, angemessen mit Stress umzugehen, da die Fruchtbarkeit ein hormonelles Gleichgewicht voraussetzt. Das Stresshormon Adrenalin wirkt sich hingegen negativ auf das Hormon LH aus. Das heißt: Bei lang anhaltendem Stress, bleibt der Eisprung möglicherweise aus. Auch führt eine große Menge an Stresshormonen zu Verspannungen und Verkrampfungen des Eileiters, wodurch die befruchtete Eizelle schlechter in die Gebärmutter transportiert werden kann. Bei Männern beeinträchtigt Adrenalin den Auswurf von reifen Samenzellen aus den Nebenhoden.
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Damit sich der Wunsch nach einem Baby bald erfüllt, sollten beide Partner möglichst stressfrei leben. Ganz speziell für Frauen wird eine Form des Yogas angeboten, die auf den weiblichen Zyklus ausgerichtet ist: der Luna Yoga. Dieser hilft nicht nur Stress abzubauen, sondern regt auch die Durchblutung der Sexualorgane an, wodurch die Lust auf Sex angeregt wird. Auch tragen gegenseitige Massagen, Akupressur- und Akupunktureinheiten oder regelmäßige Auszeiten zu zweit nachhaltig zum Abbau von chronischem Stress bei. 



Alkohol und Nikotin: Gift für die Fruchtbarkeit


Ein regelmäßiger Alkoholgenuss vermindert die Libido, hemmt beim Mann die Erektion und verlangsamt die Bildung von Spermien! Wer also jeden Tag Alkohol konsumiert, sollte ab jetzt weniger trinken oder – noch besser – eine Trinkpause einlegen. Da es einige Wochen dauern kann, bis alle „alten“ Spermien abgebaut und neue gebildet werden, sollte man die Regulation des Alkoholkonsums frühzeitig angehen und diesen Schritt bei der Umsetzung des Babywunsches unbedingt mit einbeziehen.

„Stopp!“ heißt es auch für die tägliche Zigarette: Raucherinnen haben im Vergleich zu den Nichtraucherinnen weniger Chance auf eine Schwangerschaft. Je mehr Nikotin konsumiert wird, umso größer ist dieser Effekt. Das ist kein Wunder, da die vielen Schadstoffe, die in den Zigaretten stecken, sich negativ auf den weiblichen Zyklus und die Gebärmutterschleimhaut auswirken. Bei einer Raucherin haben befruchtete Eizellen es deutlich schwerer, sich in die Gebärmutter einzunisten. 


Und wenn trotz allem nichts passiert... 


... dann ist ein Check beim (Frauen-) Arzt sinnvoll. Infektionen im Genitalbereich, etwa mit der Bakterienart Chlamydia trachomatis, die lange unentdeckt bleiben, können zu einer Eileiterstörung und somit zur Unfruchtbarkeit führen. Weltweit gehört die Chlamydien-Infektion zu den am häufigsten übertragenen Geschlechtskrankheiten. Eine weitere Krankheit, die eine Schwangerschaft erschwert, ist die Endometriose. Bei dieser chronischen Erkrankung befindet sich die Gebärmutterschleimhaut (auch) außerhalb der Gebärmutter, wodurch es zu Wucherungen im Bauchraum und an den Eierstöcken kommen kann.

Auch kann eine Schilddrüsenerkrankung, wie etwa die Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto-Thyreoiditis, oder ein zu starkes Unter- oder Übergewicht Schuld an einer ausbleibenden Schwangerschaft sein. Es wurde außerdem beobachtet, dass der Eisprung bei Frauen, die noch eine Amalgamfüllung haben, seltener auftritt. Der Zahnarzt kann diese ganz einfach wieder entfernen und sie gegen eine Kunststofffüllung austauschen.

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