Endlich Gewissheit - der Schwangerschaftstest

Jeden Monat die gleiche Spannung, die gleichen Ängste, die gleiche Unsicherheit: Hat es endlich geklappt mit dem schwanger werden? Viele Frauen mit Kinderwunsch möchten es nicht abwarten, ob in ihrem aktuellen Zyklus die einsetzende Periode wieder alle Hoffnungen auf ein Baby zerstören wird – ein Schwangerschaftstest muss her! Doch zu welchem Zeitpunkt macht der Test überhaupt Sinn? Warum gibt es so viele verschiedene in Drogerie und Apotheke zu kaufen? Wie verlässlich ist das Ergebnis eines zu Hause durchgeführten Urintests? Oder besser gleich zum Frauenarzt?

Der richtige Zeitpunkt für einen Schwangerschaftstest

Frau mit einem positiven TestZwar wird die Menstruation oft als das Ende eines Zyklus wahrgenommen, doch tatsächlich ist sie der Beginn: Der erste Tag der Regelblutung ist Tag eins in einem neuen Monatszyklus. In einem durchschnittlichen Zyklus findet etwa am 14. Tag der Eisprung statt, wieder zwei Wochen später beginnt bei nicht erfolgter Befruchtung ein neuer Zyklus mit dem Einsetzen der Periode. Frauen mit Kinderwunsch wissen jedoch: Jeder Körper und jeder Zyklus ist individuell, Durchschnittswerte sagen wenig über die Vorgänge im eigenen Körper aus. Auch findet ein Eisprung nicht in jedem Monat statt. Die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich schwanger zu werden, wenn während der errechneten fruchtbaren Tage ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfindet, liegt lediglich bei etwa 25 Prozent.

Mit diesem Wissen ist klar, dass es nur ein eindeutiges Zeichen gibt, dass keine Schwangerschaft vorliegt: die einsetzende Regelblutung. Ein Test ist spätestens dann sinnvoll, wenn die Periode ausbleibt. Manche Paare sind jedoch ungeduldig und möchten schon vorab Gewissheit haben, ob es mit der Schwangerschaft geklappt hat. Viele Frauen haben schon vor dem Ausbleibend ihrer Periode das Gefühl, schwanger zu sein, spüren verschiedene Anzeichen einer Schwangerschaft und möchte ihre Vermutung so früh wie möglich bestätigt wissen. In diesem Fall kann ein Frühtest durchgeführt werden, der bereits einige Tage vor der erwarteten Blutung ein positives Ergebnis anzeigen kann.

Schwangerschaftstests aus Apotheke, Drogerie und Internet

Schwangerschaftstests, die zu Hause durchgeführt werden können, funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip: Es handelt sich um Urintests, die die Konzentration eines bestimmten Hormons messen, das nur während einer Schwangerschaft im Körper der Frau gebildet wird. Das Hormon heißt Humanes Choriongonadotropin, kurz: hCG. Es kann im Blut sowie im Urin einer Schwangeren nachgewiesen werden, sobald die Schwangerschaft sich etabliert hat. Da die hCG-Konzentration bis zum dritten Schwangerschaftsmonat extrem ansteigt, ist das Testergebnis verlässlicher, je später der Urintest durchgeführt wird. Der optimale Zeitpunkt im Tagesverlauf ist direkt nach dem Aufstehen, da die Konzentration des Schwangerschaftshormons im Urin ansteigt, je länger sich dieser im Körper befindet; wenn mehrere Stunden keine Toilette aufgesucht wurde, liegt der Wert höher.

Wer im Drogeriemarkt oder in der Apotheke nach einem Test Ausschau hält, um die Schwangerschaftsvermutung zu bestätigen, steht vor einer Wand mit Tests verschiedenster Marken. Der einzige wichtige Unterschied ist jedoch die Sensitivität des Tests: Sie wird in mIU/ml angegeben. Die höchste Empfindlichkeit der angebotenen Tests liegt bei 10 mIU/ml, häufig sind 25 mIU/ml, seltener verfügen Urintests über eine Empfindlichkeit von 40 mIU/ml, zeigen also erst recht spät ein positives Ergebnis an. Je geringer die Zahl, desto früher kann der Test vorhandenes hCG nachweisen und somit eine Schwangerschaft bestätigen. Ab wann ein Schwangerschaftstest sinnvoll ist, hängt also von seiner Sensitivität ab.

Lohnen sich also teure Tests? Da die Funktion aller Urintests gleich ist, spielt es keine Rolle, ob ein hochpreisiger Test für bis zu zehn Euro pro Stück verwendet wird, oder ein einfacher Teststreifen, der für den gleichen Preis im Zehnerpack erhältlich ist. Lediglich die mIU/ml-Angabe ist entscheidend. Digitale Tests, bei denen statt auf erscheinende Streifen auf eine Anzeige in Worten gewartet wird, haben übrigens die gleiche Funktionsweise wie herkömmliche Tests. Lediglich die Darstellung des Ergebnisses ist komplexer.

Früh testen: Ja oder nein?

Haende zeigt einen Schwangerschaftstest

Die Ungeduld ist verständlich: Je länger eine Schwangerschaft auf sich warten lässt, desto größer ist die Hoffnung, dass es im aktuellen Zyklus endlich geklappt hat. Viele Frauen möchten nicht auf das Ende ihres Menstruationszyklus warten, um dann durch die ausbleibende oder einsetzende Blutung ein eindeutiges Zeichen für oder gegen eine Schwangerschaft zu haben. Einige Frühtests versprechen, bereits sechs Tage vor der erwarteten Menstruation ein verlässliches Ergebnis anzuzeigen.
Vor einem Test zu Hause gibt es jedoch zu bedenken: Je früher getestet wird, desto weniger zuverlässig ist das Ergebnis des Urintests. Die Enttäuschung über ein falsch-negatives Ergebnis kann groß sein und unnötig Kummer bereiten – während wenige Tage später der Test positiv sein kann. Es ist also vernünftiger, einige Tage länger die Spannung auszuhalten, um dann ein verlässliches Ergebnis in Händen zu halten.

Ein falsch-positives Ergebnis kommt äußerst selten vor. Das bedeutet: Ist der Schwangerschaftstest positiv, liegt in fast jedem Fall tatsächlich eine Schwangerschaft vor. Umso schlimmer ist es für ein Paar, wenn nach einem frühen positiven Test doch noch eine Blutung einsetzt und somit klar ist, dass zwar eine Schwangerschaft bestanden hat, diese aber in einer frühen Fehlgeburt endete. Abgänge in der Frühschwangerschaft kommen häufig vor. Wenn also der Test erst durchgeführt wird, nachdem die Periode ausgeblieben ist, kann dies die Trauer um ein verlorenes Kind ersparen; denn eine Blutung, die etwa zum Zeitpunkt der erwarteten Regelblutung eintritt, wird immer als Periode, nicht aber als Fehlgeburt eingeordnet werden, wenn vorher noch kein positiver Test stattgefunden hat. Ein zu früher Test kann also zu einer enormen emotionalen Belastung führen.

Der Test beim Frauenarzt

Die meisten Frauen suchen erst einen Frauenarzt auf, um sich ihre Schwangerschaft bestätigen zu lassen, nachdem sie zuvor zu Hause einen Urintest mit positivem Ergebnis durchgeführt haben. Wer jedoch schon lange einen Kinderwunsch hegt und womöglich in entsprechender ärztlicher Behandlung ist, kann beim Gynäkologen durch einen Bluttest bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt testen lassen, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Auch das Blut wird auf hCG untersucht, das darin bereits früher als im Urin nachgewiesen werden kann. 

Wer bereits zu Hause positiv getestet hat, wird beim Frauenarzt direkt mit einem Ultraschallgerät untersucht werden. Frühestens ab der fünften Schwangerschaftswoche, also nachdem die Monatsblutung etwa eine Woche ausgeblieben ist, können der Arzt oder die Ärztin im Ultraschall eine Fruchthöhle mit dem Embryo darin erkennen. Wer ein Ultraschallbild mit einem kleinen Böhnchen darauf in Händen hält, kann sich sicher sein: Endlich wächst das ersehnte Baby im Bauch heran!

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